iPhone Akku schnell leer und Zeit Benutzung identisch mit Standby

Plötzlich verbraucht das iPhone außergewöhnlich viel Akku, in einer Stunde ca. 10%? In den Einstellungen ist die Zeit der Benutzung identisch mit der im Standby verbrachten Zeit?

Bei mir war folgendes die Ursache: Das iPhone war datentechnisch offline: mobil (Datenverbindung o. Roaming aus) und WLAN ebenfalls aus, z.B. typisch für eine Urlaubssituation im Ausland. Es wurde ein Eintrag im Adressbuch geändert. Das Gerät versuchte fortan den Eintrag auf den in diesem Fall Exchange Server zu synchronisieren. Selbst nach einem Reset wurde der Synchronisationsversuch fortgesetzt. Ich vermute, dass dieses Verhalten auf einen Fehler im iOS (hier 4.3.2) zurückzuführen ist und z.B. auch dann auftritt, wenn ein Termin zu einem Google Kalender der zumeist ebenso via Exchange angebunden ist, hochgeladen werden muss.

Die einzig mögliche Lösung des Problems war bzw. scheint mir zu sein, die erforderliche Datenverbindung für eine Synchronisation zu ermöglichen.

UPDATE iOS5: Auch unter dem neuen iOS scheint es bei zahlreiche Personen zu einem drastischen Einbruch bei der Batterielaufzeit zu kommen. Ich scheine ebenfalls temporär davon betroffen zu sein und auch hier ist die Zeit der Benutzung mit der Standbyzeit nahezu identisch bzw. weicht nur um wenige Minuten ab. Die Abweichung nimmt im Laufe weiterer Stunden um wenige Minuten zu. Aus- und wieder Einschalten hat das Problem behoben.

MasMovil – mobiles Internet in Spanien

Für meinen Spanienurlaub hatte ich mir einen Internetzugang über den spanischen Prepaidanbieter MasMovil ausgeguckt. Dieser bietet einen Zugang über das gut ausgebaute Netz von Orange an. Leider war die verkaufende Agentur im Ort Arta umgezogen, so dass ich deren neue Lokation erst erfragen musste. Dies gestaltete sich dank einer deutschen Kauffrau, die in der Nähe der alten Adresse ihren Laden hatte, recht einfach.

Die gut englisch sprechende Mitarbeiterin der Agentur Bonnin offerierte mir das Sonderangebot des Monats Juli: 10€ für 1GB, nachfolgend 15€ für jeden weiteren Monat. Diese würde sie am 28. Juli kündigen, so dass ich meine letzten Urlaubstage für 3ct je MB surfen konnte. Mit 15€ Startguthaben in bar, einer Kreditkartennummer, dem Personalausweis und meiner Urlaubsadresse war ich im Geschäft. Mit den verbleibenden 5€ sollte dies gut hinkommen. Aufgrund eines technischen Problems mit meinem iPhone konnte ich dieses sogar noch mit Hilfe eines frisch auf dem Agenturrechner installierten iTunes wieder flott machen – insgesamt ein toller Service!

Zur ersten kleinen Überraschung kam es, als am 28. das Guthaben aufgebraucht war. Da ich beim Kontostand von 5€ einer automatischen Aufladung widersprochen hatte, wurde das Konto sofort blockiert. Die Kündigung für den 1GB Tarif war somit wohl schon am 28. wirksam und vom erwarteten Restguthaben von 5€ war nichts mehr aufzufinden. So weit so schlecht, waren also im vielgerühmten Kleingedruckten noch Kosten vorhanden, deren ich mir nicht bewusst war. Ein Anruf bei der englischsprachigen Hotline war leider unbefriedigend, da er nicht zur weiteren Kostenklärung beitrug. Vielmehr endete er mit zusätzlichem Umsatz für MasMovil in Form einer Kontoaufladung für weitere 10€, wobei erste 2,50€ sich umgehend für den Hotlineanruf verflüchtigten.

Dann werde ich im Folgenden mal versuchen, mich die letzten 3 Tage etwas zurückzuhalten und mit ca. 200MB zu bescheiden – mal schauen ob’s klappt oder weitere Kostenüberraschungen lauern. Am letzten Urlaubstag muss ich das Konto dann selbständig über einen Anruf bei der Hotline kündigen. Das verbleibende Guthaben wird wohl ebenfalls an MasMovil ‘gespendet’ werden.

Update: Die Kündigung über die Hotline klappte problemlos. Das restliche Guthaben wird abzüglich 5€ zurückgebucht.

Viva La Denmark

7-August 2010

Überraschend pünktlich um 8h morgens war der Wagen fertig beladen und die Fahrt in den Urlaub nach Dänemark / Lolland / Hummingen konnte beginnen. Dank des riesigen Kofferraumes des Opel Zafira fand die nicht enden wollende Flut von Koffern, Spielzeug und Nahrungsmitteln ihren Platz; mit Fangnetz gesichert bis unter das Dach. An diesem Punkt erinnerte Andrea aus ihrer Kindheit stets den ersten Urlaubsstreßpunkt wenn Helli vermeintlicher Weise alles fertig verstaut hatte, der Rest der Familie aber stets ‘nur noch eine Kleinigkeit’ extra nachzuliefern wusste.

Zum Start ging es erstmal zur Shell Tankstelle, Benzin und Bargeld auffüllen. Hier haben Shell und die Postbank wirklich etwas sehr kundenfreundliches geschaffen: Dank Rabatt tanke ich so günstig wie an der übervollen Billigtanke gegenüber und kann dass viele Benzingeld was ich ausgebe gleich wieder abheben.

Dann ging es auf die prall gefüllte A1 Richtung Lübeck. Es war schon erstaunlich, dass es hier bei gefühlten 66% Baustellen nicht zum Stau gekommen war. Aber mit Kreuzung der A20 Richtung Rostock nahm der Verkehr schlagartig ab und die restlichen Kilometer nach Puttgarden liefen sehr entspannt ab.
Der Andrang bei der Fähre nach Rødby hielt sich auch in Grenzen, da sich die diesjährige Sommersaison schon dem Ende entgegen neigte. Die Fähre fuhr jede halbe Stunde und die Fahrzeuge wurden auf zwei Decks mit je zwei Fahrspuren parallel be- / entladen, so dass der Vorgang sehr schnell ablief. Die Schiffe selber sind In der Mitte gespiegelt, so dass ein langwieriges Wendemanöver entfallen kann und der Kapitän für die Rückfahrt nur zur Brücke am anderen Schiffsende wechseln muss. Die Überfahrt selber dauerte nur 45 Minuten und es blieb kaum Zeit das gesamte Schiff zu erkunden.
Für große Faszination bei den Kindern sorgte eine Möve, die ohne jeglichen Flügelschlag minutenlang neben der Fähre in voller Fahrt mitsegelte.

Da die Reise bis hierher unerwartet zügig ablief blieb noch Zeit, Rødby Hafen einer ersten Erkundung zu unterziehen. Der Ort war angesichts der Uhrzeit erstaunlich tot und auch die Wirtschaftskrise schien hier aufgrund zahlreichen Leerstands deutliche Spuren hinterlassen zu haben. Besondere Erwähnung verdient die freundliche Kioskbesitzerin, die Dana sofort ein kostenloses Ersatzeis spendierte als sie sah, daß dem Kind sein Eis abgebrochen und runtergefallen war. Hieran und an der gesamten weiteren kindgerechten Infrastruktur in Dänemark kann man erkennen, wie traurig es diesbezüglich in Deutschland bestellt ist.

Unser Ferienhaus in der Løvestrade in Hummingen war dank iPhone Navigation schnell gefunden. 1000qm Garten, 40qm Terrasse, Feuerstelle, Grill, Spielhaus, Sandkasten und vieles mehr sorgten für einen sehr guten ersten Eindruck bei allen Urlaubern. Die Koffer waren flugs ausgepackt, die Terrasse wohnlich dekoriert und für den nötigen Hunger beim geplanten abendlichen grillen sollte ein Bad in der nahen Ostsee sorgen. Bei 24 Grad Lufttemperatur machten wir uns somit auf zum schönen örtlichen Naturstrand, dem ein kleiner Dünenstreifen nachgelagert ist. Das Wasser hatte beste Badequalität und war mit geschätzten 20 Grad ganz erträglich. Leider wehte eine steife Brise, welche der anschließenden Lufttrocknung eine deutlich kalte Note verlieh.

Der erste Tag wurde dann mit einem echten Holzkohle grillen auf der Terrasse und ein paar Spielen wie Boule und Beachball zu aller Zufriedenheit abgeschlossen.

8-August 2010 (Sonntag)

Nach einer langen geruhsamen Nacht begann der Tag mit leckereren Aufbackbrötchen und dem obligatorischen Sonntagsei. Der vom Wetterbericht vorhergesagte Regen erfrischte die Luft und die uns umgebende Natur.

Auf der zur Hälfte überdachten Terrasse verbrachten wir die Zeit bis zum frühen Nachmittag mit mit lesen und Gesprächen. Dann entschlossen wir uns spontan den in der Nähe gelegenen Ort Maribo zu erkunden. Der Regen hatte nun aufgehört und so spazierten wir zum Dom und zum Freilichtmuseum, das sonntags jedoch leider geschlossen hat. Zum Abschluss gab es für alle ein lecker dänisches Softeis mit extra viel Schokostreuseln garniert.

Nach dem Abendessen im heimischen Ferienhaus ging es noch einmal an die Küste zum Abendspaziergang. Ein angenehmer Nebeneffekt dort ist, dass die Mobiltechnik dort Kontakt zur guten deutschen Telekom aufnimmt und SMS, eMails, RSS Feeds und Twitter Meldungen aktualisiert werden. Da es nach einer kurzen Strecke leider erneut anfing zu regnen fuhren wir bald wieder zurück und ließen den Abend bei einem warmen Feuer am Kamin mit Halma, Malefitz und Mikado ausklingen.

9-August 2010

An diesem Tag war ein längerer Ausflug zu den Kreidefelsen von Møns Klint geplant. Der Weg führte uns über die E47 durch einen Tunnel unter dem Guldborg Sund erstmals auf die Insel Falster. Auf dem Hinweg wählten wir die naturschöne Route über den Storstrømmem nach Seeland und dann über den Ulv Sund auf die Insel Møn. Erstes Ziel dort war das romantische Lustschlösschen Liselund, das mit seinem großen gepflegten Park zum Verweilen einlud.

Als nächstes verschlug es uns zum Wanderheim von Klinteskoven. Dort gab es eine detaillierte Wanderkarte des gesamten Gebietes und nach eingehendem Kartenstudium entschieden wir uns, durch das Tal von Jydelejet zur Steilküste zu gelangen. Die genaue Route und weitere Bilder können unter EveryTrail hier angesehen werden. Das Tal selber war sehr naturbelassen mit vielen Blumen, Gräsern und Diesteln, nur bewohnt von ein paar definitiv glücklichen Galloway Rindern und einer Herde Ziegen. An der Steilküste angekommen bot sich uns ein überwältigender Anblick, da der weiße Kreidefelsen von der Sonne angestrahlt einen zauberhaften Glanz im Kontrast zu dunklem Meer und Laubwald besaß. Nun trennten uns nur noch ca. 50 Höhenmeter von der Ostsee, die mit Hilfe einer steilen Treppe gemeistert werden mussten. Das erste Treppenstück führte durch einen bewaldeten Teil bevor das letzte Stück einen kleinen Sturzbach und den Kreidefelsen überquerte. Unten angekommen kam man sich doch sehr klein gegenüber der mächtigen strahlend weißen und zum Teil überhängenden Steilküste vor. Der Boden hier unten war von Millionen meist faustgroßen Steinen bedeckt. Da es hier viele Fossilien geben soll, hatten wir uns auch auf die Suche begeben und in der Tat wurden wir mit zahlreichen Funden belohnt. Dies rief bei den Kinder wahre Begeisterungsstürme hervor und die Rucksäcke wurden ungeachtet der auf uns zukommenden steilen Kletterpartie um mehrere Kilogramm beschwert. Doch vor dem Rückweg gab es noch ein stärkendes Picknick auf einem großen Baumstamm, der die Steilküste hinuntergestürzt war. Und in der Tat war diese Stärkung auch bitter notwendig, denn die Treppe wurde nur mit einigen kurzen Pausen gemeistert. Dana war mit großem Vorsprung als erste oben und verdiente sich so ein extra großes Softeis mit extra viel Schokostreuseln, das wir auf dem Nachhauseweg im hübschen Ort Stege noch zu uns nahmen.

Der weitere Weg führte uns dann über die ebenfalls naturschöne Südroute über die Inseln Bogø und Farø zurück zur E47 und somit Richtung Hummingen.

10-August 2010

Der Morgen begann mit einer kleinen Überraschung: 5 Meter vor unserem Fenster hatte ein Reh es sich gemütlich gemacht, genoss die Morgensonne und putzte sich – was für ein friedlicher Anblick!
Ansonsten war für heute eine Reise in die Vergangenheit geplant. Sie führte uns in das Freilichtmuseum von Maribo, wo 12 historische Gebäude aus den letzten vier Jahrhunderten aufgebaut sind. Als besonderes Schmankerl des Tages wurde heute die alte Dampfmaschine in Betrieb genommen. Auch an die Kinder wurde hier besonders gedacht, indem 11 historische Kinderspiele wie z.B. Hufeisen werfen, gespielt werden konnten. Es war für uns alle sehr interessant zu sehen, wie die Menschen früher gelebt haben. Das Gelände war sehr gepflegt und in eine wunderschöne Natur eingebettet, so dass wir beschlossen, auch die Mittagsstärkung hier unter alten Apfelbäumen einzunehmen.

Am Nachmittag waren wir nach Nakskov gefahren, um uns diesen Ort ganz im Westen Lollands anzusehen. Hier fanden wir eine nette autofreie Fußgängerzone, die zum shoppen einlud. Leider war wie in Rødby Hafen auch hier ca. 1/3 Leerstand wohl aufgrund der Wirtschaftskrise zu beklagen, was doch einiges vom Charme raubt.
Da das Wetter zwischenzeitlich sehr sonnige Züge angenommen hatte und ein offenes WLAN mir den Abruf der Wettervorhersage ermöglicht hatte mit der Aussicht auf deutliche Wetterverschlechterung die kommenden zwei Tage beschlossen wir den restlichen Tag an den Strand zu fahren. Eine Viertelstunde später waren wir zurück in Hummingen am Strand. Die Kinder sprangen sofort ins Wasser und der Wind hatte genau die richtige Stärke, um den Lenkdrachen steigen zu lassen.

11-August 2010

Heute war Elena’s Wunschtag und es sollte in den Knuthenborg Safari Park gehen. Der Park ist der größte Safaripark Nordeuropas und präsentiert dem Publikum über 1000 Tiere. Auf dem mit ca. 500ha riesigem Gelände wurden thematische Bereiche wie z.B. Asien und die afrikanische Savanne angelegt. Man fährt hier mit seinem PKW auf befestigten Wegen hindurch, kann in einigen Bereichen den Wagen verlassen, in anderen nur die Fenster herunter lassen und in anderen den Wagen ganz geschlossen lassen. Uns hat die Savanne am besten gefallen, da hier richtige Herden von Gnus, Zebras und Giraffen wenige Meter vor einem dem Weg gekreuzt haben. Nicht zu verschweigen die riesigen Nashörner, bei denen sofort die Hoffnung auf den wirksamen Seitenaufprallschutz im KFZ aufkam. Im Vergleich empfand ich die ‘gefährlichen’ Wölfe und Tiger eher unspektakulär. Viel Anklang bei den Kindern fand natürlich das Streicheln von Ponys und Kamelen sowie der super Spielplatz mit dem längsten Kletterparcours, den ich je gesehen habe.
Per Zufall erfuhr ich noch vom Fußball Länderspiel gegen unser aktuelles Gastgeberland Dänemark und freute mich über die 2 Tore, die wir als dankbare Gäste an die Dänen verschenkt haben.

12-August 2010

Heute durften wir früh aufstehen, denn vor uns lang die 2 stündige Fahrt in das 170 km entfernte Kopenhagen, die Hauptstadt von Dänemark und das Shopping Eldorado für meinen angeheirateten Shopping Victim. Wir parkten außerhalb der Stadt und nutzten die Park&Ride Möglichkeit. So kamen wir in den Genuss der DSB S-Bahn, die in Sachen Komfort ihres Gleichen sucht. In der Innenstadt angekommen ließen wir uns durch die vielen kleinen Einkaufsstraßen und die Strøgarde treiben. Zahlreiche Straßenkünstler, Teilnehmer der gerade stattfindenden Modewochen sowie neben den großen Ketten die viele kleine Geschäfte und Boutiquen prägten das Straßenbild. Unser weiterer Weg führte über den hübschen neuen Binnenhafen mit viel Touri-Nepp zum Schloß Amalienborg, wo wir die Wachablösung ansehen konnten. Da mittlerweile leichter Regen eingesetzt hatte machten wir uns am eigentlich Hafen über das Kastell entlang auf den Rückweg zur nächstgelegenen S-Bahn Station.

13-August 2010

Um die geleerten Schlafakkus wieder aufzuladen wurde am nächsten Morgen erstmal laaang ausgeschlafen. Außerdem wartete das Buch von Helmut Schmidt ‘Außer Dienst’ noch auf seine Durcharbeitung, so dass ein Lesetag auf der Terrasse angesetzt wurde. Ein ruhiger Tag ohne automobile Bewegung war auch überfällig! Abends haben wir mit den Kindern Pizza gemacht, Koffer gepackt und mit dem Aufräumen begonnen, da am kommenden Morgen um 10h das Ferienhaus geräumt werden musste. Der Dänemark Urlaub fand seinen krönenden Abschluss mit einem wunderschöner Spaziergang an Strand und Deich mit einem faszinierenden blutroten Sonnenuntergang.