Dropbox synct KeePass Dateien mit iDevices

Wer Passworte über mehrere Systeme abgeglichen haben möchte, muss sich zu Lösung des Problems etwas ausdenken: Entweder er verwendet einen Cloud basierten Passwortdienst oder er verwendet eine Software, die Clients für möglichst viele Plattformen anbietet. Für letzteres bietet sich zum Beispiel das quelloffene KeePass an.

Eine Diskussion, ob man Kennworte bzw. Kennwortdateien ins Internet verlagern sollte, möchte ich hier nicht führen. Meines Erachtens ist die Verwendung einer sicher verschlüsselten Kennwortdatei wie bei KeePass jedoch sicherer als die Ablage, Verwaltung und Transport einzelner Werte, eventuell temporär ungesichert(?), über das Internet.

Wenn ich meine Passwortdatei von KeePass als sicher erachte, dann bietet der verwendete Clouddienst nur noch ein gewisses ‘Mehr an Sicherheit’, dessen Sicherheit selber ist aber eher Sekundär. Ich verwende u.a. deshalb eine geschützte Passwortdatei, da ich dem Schutzmechanismus vertraue, ansonsten könnte ich auch eine simple Textdatei verwenden. Im Fall des Dateidiebstahls sollte man in jedem Fall alle Kennworte sofort ändern.

Als Clouddienst zur Synchronisation der Passwortdatei kommt Dropbox zum Einsatz. Die KeePass Passwortdatei wird mit einem harmlosen Dateinamen wie z.B. ‘Kinderfoto.jpg’ versehen (Mimikry) und in einen privaten Dropbox Fotoordner (nicht den Standard Ordner Photos verwenden!) zusammen mit ein paar anderen echten Fotos abgelegt. Dieser Ordner ist ein Unterordner des Dropbox Wurzelordners und wird somit automatisch in die Cloud synchronisiert. Angenehmer Nebeneffekt ist die automatische Sicherung der Passwortdatei.

Auf anderen Systemen wird nun ebenfalls ein Dropbox Client installiert, der die Passwortdatei automatisch synchronisiert. Auf iOS Geräten wie iPhone oder iPad wird nun eine Software benötigt, die KeePass und Dropbox vereint. Hier kommt das Brand neue PassDrop zum Einsatz. Die Software kann zwar Stand heute (V1.0) noch keine Bearbeitung, aber diese soll in Zukunft nachgereicht werden und alle anderen Funktionen sind umso schöner und ausgereifter implementiert. Leider funktioniert die Mimikry mit der aktuellen Version noch nicht, da PassDrop die Dateierweiterung *.kdb benötigt.

Mögliche Alternativen könnten MyKeePass oder iKeePass sein, von denen ich jedoch aufgrund der offerierten Funktionalität bzw. der Rezension erstmal Abstand genommen habe.

 

Warum ich mir ein iPad kaufe

Apple hat einmal mehr mit dem iPad mehr richtig als falsch gemacht. Über 1 Mio. Verkäufe im ersten Monat nur in US sprechen für sich. Und vor allem war Apple einmal mehr der erste, der mehr als Vaporware oder vollkommen unbrauchbare Hardware produziert hat. Appels Ankündigungen haben sich bisher meist auch ‘materialisiert’.  Geschickt haben sie das Momentum und die Steilvorlage durch den Erfolg des iPhones genutzt und nun noch einmal geschickt nachgelegt. Wir ‘entwickelten’ Nationen sollten uns dazu bekennen in einer modernen Freizeitgesellschaft angekommen zu sein, welche Gadget Spielzeuge, die seichte Unterhaltung und einfachen Medienkonsum an jedem Ort, am liebsten aber bequem auf dem Sofa oder im Bett liegend bieten, liebt. Und dies bietet das iPad in Perfektion:

  1. Auf Knopfdruck betriebsbereit
  2. perfekte Optik und Haptik, Apple halt…
  3. Fotos und Filme ansehen
  4. Musik hören
  5. Bücher lesen
  6. Web surfen
  7. mobil, auf Wunsch auch außer Haus
  8. schriftliche Kommunikation, eMail & Web 2.0
  9. ich behaupte mal der Rest ist eher unwichtig

Eine Fehler den viele machen ist das iPad als alleinigen Stern im privaten Gadgetuniversum zu betrachten. Weit gefehlt, denn das iPad ist meist mit einem Computer und Smartphone gemeinsam im Haus. Damit sind schon einmal alle Argumente wie ‘ich kann damit kein Video-Rendering’ machen oder damit nicht telefonieren belanglos. Videokonferenzing halte ich in diesem Zusammenhang auch für maßlos überbewertet.  Das iPad wird für die Aufgaben genutzt werden, die es besser kann als die anderen Geräte. Und sei es nur weil es verfügbarer (steht im Wohnzimmer eh direkt hinter mir im Bücherregal), mobiler (deswegen boomt der Laptop gegenüber dem Desktop PC) oder schlichtweg leichter (z.B. vs Laptop) ist als das häusliche Konkurrenzgerät. Und anscheinend glaubten 1 Mio. Amerikaner im April 2010 das es derer Gründe genügend und hinreichend gibt, um dafür mindestens 500$ auszugeben.

Was hat Apple beim iPad richtig gemacht? Das Gewichtigste sind hier meines Erachtens die vielen Millionen Kunden des iPhones und iPod Touches sowie vielen Zigtausend Anwendungen (Apps), die das solide Fundament auf dem man geschickt aufgebaut hat, bilden. Ich habe mich sehr über die Spekulationen vermeintlicher Experten, welches OS das kommende Apple Tablet wohl bekommen würde, gewundert. Warum sollte Apple eine perfekt funktionierende und erfolgreiche Infrastruktur neu erfinden? Warum hat Apple u.a mit dem iPhone so viel Erfolg? Neben anderem wie der einfachsten Bedienung weil sich die äußere Form und der Dockconnector nicht bzw. nur unwesentlich verändert haben.  Das bildet die Grundlage für einen riesigen Zubehörmarkt der wiederrum das iPhone und den iPod Touch selber attraktiv machen. Und was sagt uns das wohl für das kommende iPhone 4G oder iPhone  HD?

Was mag ich am iPhone? Es sind vor allem die kleinen überschaubaren und einfach zu bedienenden Programme, die sofort betriebsbereit sind wenn ich ein ‘Problem’ habe, bei dem sie mir helfen können. Zudem ist kein ‘langer Weg’ zu einem Computer erforderlich, das iPhone ist in meiner Tasche immer dabei. Kein langes booten des Betriebssystems, selbst aus dem Standby oder Hibernate benötigt Windows mindestens 30 Sekunden um aufzuwachen. Das Programm auf dem iPhone ist in Sekunden gefunden und gestartet u. wartet auf Eingaben. Irgendwie starten auf meinem Laptop alle Programme deutlich langsamer bzw. erst nachdem Windows selber, Virenscanner, Malwarescanner, Java, Flash und diverse andere Dinge aktualisiert wurden… Und all diese Dinge werde ich auch am iPad lieben.

HP hat übrigens mit der Übernahme von Palm und somit von PalmOS einen wichtigen Schritt Richtung Konkurrenzfähigkeit gegenüber Apple getätigt. Microsoft Windows, Version ‘welche auch immer’, ist definitiv ungeeignet für kleine smarte Gadgets wie Tablet PCs und Smartphones. Und Leute, die auf solchen Geräten ihr MS Monster Office wie auf dem PC verwenden möchten, ja denen ist eh nicht mehr zu helfen.

Was hoffe ich sonst noch am iPad zu lieben? Der Bildschirm wird die ideale Größe haben. Für den längeren Gebrauch ist der des iPhones nämlich zu klein und da kann man von Glück sprechen, das dessen Akku nur ca. 3-4 Stunden durchhält. Der Akku des iPads hat dagegen eine traumhafte Laufzeit von ca. 10 Stunden, die somit auch für längere Surfsitzungen am Wochenende genügen dürfte. Überhaupt betrachte ich den Medienkonsum des geschriebenen Wortes als Haupteinsatzgebiet des iPads, in Buch-/Heft-/Zeitungsform aber vornehmlich als Website.

Welche Argumente gegen das iPad finde ich eher belanglos? Zuerst einmal alle, die sich gegen die Einschränkungen durch eine Zensur Apples richten. Hier weiß ich als hoffentlich gut informierter Käufer vorher worauf ich mich einlasse und wenn mir dies nicht paßt kaufe ich eben ein anderes Produkt – gut ist. Andererseits schützt Apple mich auch durch den Appstore vor Malware o. ähnlichem, was für ‘Nicht Experten’ sogar ein Vorteil ist. Durch den mitgelieferten Webbrowser Safari habe ich aber stets vollen Zugriff auf das ‘noch weitestgehend unzensierte’ Internet wie mit jedem anderen Computer auch. Gut, auf Flash muss ich zwar verzichten aber ich wage an dieser Stelle mal die Vorhersage, daß Flash auf dem sterbenden Ast ist und in 2 Jahren nur noch ein Nischendasein fristen wird  – sorry Adobe… Es wird sich kein Unternehmen leisten können die große Anzahl von Websurfern auf iPhone/iPad OS längerfristig auszusperren. Da eine doppelte Entwicklung für Flash und HTML-5 wohl längerfristig gesehen zu teuer wäre, wird sich hier der ‘wirkliche Standard’ HTML-5 wohl durchsetzen. Mehr zu den Möglichkeiten von HTML-5 ist im Apple-Showcase zu sehen.   Übrigens: die ewigen Flash updates aufgrund irgendwelcher Sicherheitslöcher werde zumindest ich nicht wirklich vermissen.

Aber das wichtigste Argument für das iPad habe ich mir natürlich zum Schluß aufgehoben: Das iPad bekommt meine Frau damit ich mal wieder an meinen Laptop komme um all die Dinge machen zu können, die man mit dem iPad nicht machen kann wie z.B RAW Fotoentwicklung…

P.S.: Soeben ist der Akku vom Laptop zum zweiten mal leer heute und beim Zeigen eines Bildschirminhaltes wäre das Teil beinahe runter gefallen – wegen umständlich drehen und so…

OpenStreetMap in WordPress verwenden

Angeregt durch den Wechsel der iPhone Anwendung Skobbler von NavTeq auf OpenStreetMap (OSM) Karten und die Tatsache, daß meine alte Heimat Süderlügum dort nur sehr dürftig kartografiert war, habe ich mich in letzter Zeit mit dem Thema OpenStreetMap eingehender befaßt.

Ziel war es, unter Verwendung des im iPhone eingebauten GPS Empfängers, zum Teil unterstützt vom TomTom Carkit und der Anwendung Trails GPS Tracks aufzuzeichnen, damit die Karte des Ortes in OpenStreetMap zu ergänzen und einen kleinen Beitrag meinerseits zum globalen Werk zu leisten.

Das ganze Projekt gestaltete sich recht unproblematisch. Ein Zugang bei OpenStreetMap, der das Hochladen der GPS Tracks  ermöglichte, war schnell erstellt. Dieser erlaubt ebenso das Bearbeiten der globalen Karte. Zum editieren der Karte selber habe ich die freie Software Josm verwendet. Diese unterstützt die Darstellung mehrerer Ebenen, z.B. eine für den GPS Track und eine weitere für die eigentliche Karte. Zusammen mit der sehr guten OSM Dokumentation fiel das Nachzeichnen der Tracks leicht.

Zur Darstellung der OSM Karte kann das WordPress OSM Plugin verwendet werden. Hierfür sei insbesondere auf die Anleitung im OSM Wiki verwiesen.

Da sich GPS Tracks nicht ohne weiteres in WordPress hochladen lassen, muss mit einem MIME Type Plugin der Mime-Type (application/xml) zu den in WordPress erlaubten Typen hinzugefügt werden. Dann klappt es auch mit dem Hochladen von *.gpx Dateien.

Hier unten nun das fertige Beispiel mit GPS Track und eingebetteten Bildern. Ein Klick auf die blauen Markierungen zeigt ein Bild mit Überschrift an der jeweiligen Position, ein weiterer Klick auf diese läßt das Bild wieder verschwinden.

Leider ist hier im Blog die Karte gekachelt dargestellt mit entsprechender Verschiebung des GPS Tracks. Vielleicht hat einer von euch einen Rat, wie dies behoben werden kann. UPDATE: Wie unschwer unten zu sehen hat sich dies Problem mit OSM Version 0.9.2 erledigt.

KeePass goes mSecure on iPhone

Dieser Post beschreibt ,wie Paßworte vom Desktop (KeePass) auf das iPhone (mSecure) übertragen werden können.

Nun warte ich schon fast ein Jahr, dass iKeePass endlich im deutschen AppStore verfügbar wird. Trotz zahlreicher Anläufe und großer Bemühungen des Teams ist dies bisher leider nicht gelungen. Somit habe ich beschlossen, eine im iKeePass Blog erwähnte Zwischenlösung ebenfalls zu implementieren: Import der KeePass Daten nach mSecure. Die Anwendung mSecure ist derzeit im AppStore für günstige 2,39€ inclusive der benötigten Desktop Anwendung mBackup (Windows o. Mac) erhältlich. Die erforderlichen vier Arbeitsschritte sind:
1. mSecure u. mBackup installieren
2. Daten aus KeePass im CSV exportieren
3. KeePass Export in mBackup importieren
4. Restore der mSecure Datenbank

Zu 1 sind in beiden Anwendungen identische Kennworte zu wählen und zu 3 bzw. 4 ist nichts besonderes zu erwähnen. Für Schritt 2 sind die Daten jedoch in das von mSecure erwartete Importformat zu transformieren. Ich habe mich dabei für folgendes Vorgehen entschieden:
In KeePass habe ich einen neuen Ordner ‘Web Logins’ erstellt. In diesen habe ich alle Datensätze kopiert, die ich auf dem iPhone benötige. Genau diesen Ordner habe ich dann über das Kontextmenü im CSV Format exportiert und dabei zusätzlich den Ordnernamen mit exportieren lassen. Damit ist der von mSecure erwarteten Struktur für Internet Kennworte schon fast genüge getan. Lediglich die URL befindet sich nicht wie erwartet an 3. sondern an der 5. Position. Hier kann man nun entweder die CSV Datei mit OpenOffice Calc o. Excel bearbeiten o. den Aufbau des Datensatzes ‘Web Logins’ in mSecure selber anpassen.

Viel Spaß mit euren Passworten auf dem iPhone!

UPDATE 13-Februar 2010:

Die Auswahl, einen Ordernamen mit exportieren zu lassen, funktioniert bei KeePass 1.x über das Kontextmenü des Exportes selber. Nach Auswahl der Zieldatei öffnet sich ein Dialog, in dem die zu exportierenden Felder definiert werden können. Hier ist für den Order ‘Passwort Gruppe’ anzugeben.

UPDATE 13-März 2010:

Seit kurzem steht nun mit MyKeePass eine Anwendung im deutschen Appstore, die KeePass 1.x Datenbanken direkt lesen sowie bearbeiten kann.