iCloud: so einfach funktioniert es – oder etwa nicht?

Laut Apple sind es zur Zeit folgende vier Bereiche, die eine Anbindung an die iCloud erfahren:

  1. iTunes
  2. Fotostream
  3. Backup, Apps, Dokumente, Bücher
  4. Mail, Kalender, Kontakte

Der Ansatz eines möglichst einfach handzuhabenden Synchronisations Dienstes innerhalb des Apple Universums ist zweifelsohne ein Mehrwert für alle Benutzer und aus Apples Perspektive ein geschickter Schachzug zur besseren Kundenbindung. Apples alt bekannte Strategie, alles solle einfach und intuitiv funktionieren, wird hiermit um einen weiteren wichtigen Meilenstein erweitert.

iTunes OTA (Over The Air =WLAN, 3G?) könnte helfen,auf dem iDevice Speicherplatz zu sparen. Man lädt nur die Alben herunter, die man gerade hören mag. Die anderen werden auf dem Gerät gelöscht. Aber fehlt da nicht noch etwas? Genau, eine Funktion um Alben auf dem iDevice zu löschen!

Der Fotostream/roll mit Platz für 1000 Fotos dürfte ausreichend sein. Das Verfallsdatum von 30 Tagen für eine Permanentspeicherung auf einem PC(?) oder MacBook ebenfalls.

Das hoffentlich inkrementelle Backup per WLAN ist sehr nützlich. Ob 5GB ausreichend Platz bieten wird sich zeigen müssen, vor allem wenn mehrere Geräte unter einem Account angemeldet sind. Apps wie GoodReader speichern umfangreiche Datenbestände in ihren lokalen Datenbanken, die zumindest bei mir ein vielfaches der 5GB belegen.

Mail, Kalender und Kontakte bieten so weit bekannt nichts neues gegenüber bereits bestehenden Lösungen von Google oder Microsoft Exchange Server. Derlei Daten sollten soweit privatisiert werden wie möglich oder alternativ zwischen mehreren Anbietern aufgeteilt werden – sofern sinnvoll und möglich. Somit kommt mit iCloud eine zusätzliche Option ins Spiel. Funktionale Details wie z.B.

  1. Können Kalender zwischen Benutzer geteilt werden?
  2. Sind dies dann aber nur iCloud Benutzer?
  3. Können Kontakte zwischen Benutzern geteilt werden?
  4. Können verschiedene Kontaktorder angelegt werden?

wird die Zukunft klären.

Dropbox synct KeePass Dateien mit iDevices

Wer Passworte über mehrere Systeme abgeglichen haben möchte, muss sich zu Lösung des Problems etwas ausdenken: Entweder er verwendet einen Cloud basierten Passwortdienst oder er verwendet eine Software, die Clients für möglichst viele Plattformen anbietet. Für letzteres bietet sich zum Beispiel das quelloffene KeePass an.

Eine Diskussion, ob man Kennworte bzw. Kennwortdateien ins Internet verlagern sollte, möchte ich hier nicht führen. Meines Erachtens ist die Verwendung einer sicher verschlüsselten Kennwortdatei wie bei KeePass jedoch sicherer als die Ablage, Verwaltung und Transport einzelner Werte, eventuell temporär ungesichert(?), über das Internet.

Wenn ich meine Passwortdatei von KeePass als sicher erachte, dann bietet der verwendete Clouddienst nur noch ein gewisses ‘Mehr an Sicherheit’, dessen Sicherheit selber ist aber eher Sekundär. Ich verwende u.a. deshalb eine geschützte Passwortdatei, da ich dem Schutzmechanismus vertraue, ansonsten könnte ich auch eine simple Textdatei verwenden. Im Fall des Dateidiebstahls sollte man in jedem Fall alle Kennworte sofort ändern.

Als Clouddienst zur Synchronisation der Passwortdatei kommt Dropbox zum Einsatz. Die KeePass Passwortdatei wird mit einem harmlosen Dateinamen wie z.B. ‘Kinderfoto.jpg’ versehen (Mimikry) und in einen privaten Dropbox Fotoordner (nicht den Standard Ordner Photos verwenden!) zusammen mit ein paar anderen echten Fotos abgelegt. Dieser Ordner ist ein Unterordner des Dropbox Wurzelordners und wird somit automatisch in die Cloud synchronisiert. Angenehmer Nebeneffekt ist die automatische Sicherung der Passwortdatei.

Auf anderen Systemen wird nun ebenfalls ein Dropbox Client installiert, der die Passwortdatei automatisch synchronisiert. Auf iOS Geräten wie iPhone oder iPad wird nun eine Software benötigt, die KeePass und Dropbox vereint. Hier kommt das Brand neue PassDrop zum Einsatz. Die Software kann zwar Stand heute (V1.0) noch keine Bearbeitung, aber diese soll in Zukunft nachgereicht werden und alle anderen Funktionen sind umso schöner und ausgereifter implementiert. Leider funktioniert die Mimikry mit der aktuellen Version noch nicht, da PassDrop die Dateierweiterung *.kdb benötigt.

Mögliche Alternativen könnten MyKeePass oder iKeePass sein, von denen ich jedoch aufgrund der offerierten Funktionalität bzw. der Rezension erstmal Abstand genommen habe.

 

iPad – Soll und Haben

In diesem Post stelle ich negative und positive Aspekte dar, die mir nach nunmehr einer Woche iPad Benutzung aufgefallen sind. Ich werde die Liste in Zukunft von Zeit zu Zeit überarbeiten und freue mich auf weitere Anregungen von euch.

Soll

Unfug mit den HD Versionen:
Nach der Übertragung der iPhone Anwendungen auf das iPad mussten viele Anwendungen noch einmal installiert werden, da sie die iPad Auflösung nicht unterstützen. Dies machen nämlich nur die so genannten ‘Universal Apps’, die leider nich sehr rar gesät sind. Stattdessen müssen viele Apps erneut als HD-Version gekauft werden. Mein Vorschlag: zusätzliche Leistungen als In-App Kauf realisieren.

Softwarequalität:
Im Gegensatz zu den iPhone Anwendungen sind die neuen iPad Anwendungen zum Teil wesentlich fehlerhafter. Hier vermisse ich die bisher gewohnte Qualität.

Synchronisation von Bildern:
Es gibt keine Möglichkeit eine vorhandene Baumstruktur auf das Gerät zu übertragen. Es werden immer alle Unterordner im Wurzelordner kumuliert. Symbolische Links unter Windows werden von iTunes nicht unterstützt.

Safari Browser:
Es fehlen die notwendigen Funktionen wie PopUp Blocker, Ad Blocker u. Script Blocker. Dieser Punkt gilt ebenfalls für das iPhone.

Tastatur:
Für geübte 10-Finger Schreiber nicht zu verwenden.

Notizen:
Wurden vom iPhone nicht zum iPad synchronisiert – warum?

Adobe Flash:
Hierzu wurde schon alles gesagt, ist zur Zeit aber definitiv in vielen Bereichen noch ein Manko, z.B. Mediatheken der ÖR Sender.

Kensington Lock:
Leider keine Möglichkeit das Gerät zu sichern mit ‘dem’ Standard.

Akku Ladezeit
Eine komplette Ladung benötigt ca. 4 bis 5 Stunden. Da sollte man also gleich die Nacht zum Nachladen veranschlagen.

Bücherhalle
Tja, wenn es denn genau eine Bücherhalle alla Bookstore alla iBook Anwendung wäre! Leider kocht hier jeder Anbieter sein eigenes Süppchen und so gibt es für jeden Bücherlieferanten (Apple, Amazon, …) ein eigenes App. Auf die Spitze getrieben wird dies dann durch die Tatsache, dass jede Zeitung, jede Zeitschrift und jeder Kataloganbieter noch mit einer eigenen App zusätzlich daher kommt.

Druckfuntion
Eine Funktion zum Drucken ist bisher leider noch nicht in iOS 3.x integriert, soll aber mit der nächsten Version nachgereicht werden. Solange bleiben nur Workarounds mit Apps wie ePrint oder echte Notlösungen wie

Haben

Display:
Das Display ist ohne Wenn und Aber eine Wucht

Akku:
Ich bin zwar der Meinung ein Akku kann gar nicht lange genug halten aber der beim iPad hält zumindest solange durch, dass man sich innerhalb eines Tages kein Kopf darum zu machen braucht.

Tastatur:
Für geübte 2-Finger Schreiber vor allem im Querformat absolut tauglich.

Warum ich mir ein iPad kaufe

Apple hat einmal mehr mit dem iPad mehr richtig als falsch gemacht. Über 1 Mio. Verkäufe im ersten Monat nur in US sprechen für sich. Und vor allem war Apple einmal mehr der erste, der mehr als Vaporware oder vollkommen unbrauchbare Hardware produziert hat. Appels Ankündigungen haben sich bisher meist auch ‘materialisiert’.  Geschickt haben sie das Momentum und die Steilvorlage durch den Erfolg des iPhones genutzt und nun noch einmal geschickt nachgelegt. Wir ‘entwickelten’ Nationen sollten uns dazu bekennen in einer modernen Freizeitgesellschaft angekommen zu sein, welche Gadget Spielzeuge, die seichte Unterhaltung und einfachen Medienkonsum an jedem Ort, am liebsten aber bequem auf dem Sofa oder im Bett liegend bieten, liebt. Und dies bietet das iPad in Perfektion:

  1. Auf Knopfdruck betriebsbereit
  2. perfekte Optik und Haptik, Apple halt…
  3. Fotos und Filme ansehen
  4. Musik hören
  5. Bücher lesen
  6. Web surfen
  7. mobil, auf Wunsch auch außer Haus
  8. schriftliche Kommunikation, eMail & Web 2.0
  9. ich behaupte mal der Rest ist eher unwichtig

Eine Fehler den viele machen ist das iPad als alleinigen Stern im privaten Gadgetuniversum zu betrachten. Weit gefehlt, denn das iPad ist meist mit einem Computer und Smartphone gemeinsam im Haus. Damit sind schon einmal alle Argumente wie ‘ich kann damit kein Video-Rendering’ machen oder damit nicht telefonieren belanglos. Videokonferenzing halte ich in diesem Zusammenhang auch für maßlos überbewertet.  Das iPad wird für die Aufgaben genutzt werden, die es besser kann als die anderen Geräte. Und sei es nur weil es verfügbarer (steht im Wohnzimmer eh direkt hinter mir im Bücherregal), mobiler (deswegen boomt der Laptop gegenüber dem Desktop PC) oder schlichtweg leichter (z.B. vs Laptop) ist als das häusliche Konkurrenzgerät. Und anscheinend glaubten 1 Mio. Amerikaner im April 2010 das es derer Gründe genügend und hinreichend gibt, um dafür mindestens 500$ auszugeben.

Was hat Apple beim iPad richtig gemacht? Das Gewichtigste sind hier meines Erachtens die vielen Millionen Kunden des iPhones und iPod Touches sowie vielen Zigtausend Anwendungen (Apps), die das solide Fundament auf dem man geschickt aufgebaut hat, bilden. Ich habe mich sehr über die Spekulationen vermeintlicher Experten, welches OS das kommende Apple Tablet wohl bekommen würde, gewundert. Warum sollte Apple eine perfekt funktionierende und erfolgreiche Infrastruktur neu erfinden? Warum hat Apple u.a mit dem iPhone so viel Erfolg? Neben anderem wie der einfachsten Bedienung weil sich die äußere Form und der Dockconnector nicht bzw. nur unwesentlich verändert haben.  Das bildet die Grundlage für einen riesigen Zubehörmarkt der wiederrum das iPhone und den iPod Touch selber attraktiv machen. Und was sagt uns das wohl für das kommende iPhone 4G oder iPhone  HD?

Was mag ich am iPhone? Es sind vor allem die kleinen überschaubaren und einfach zu bedienenden Programme, die sofort betriebsbereit sind wenn ich ein ‘Problem’ habe, bei dem sie mir helfen können. Zudem ist kein ‘langer Weg’ zu einem Computer erforderlich, das iPhone ist in meiner Tasche immer dabei. Kein langes booten des Betriebssystems, selbst aus dem Standby oder Hibernate benötigt Windows mindestens 30 Sekunden um aufzuwachen. Das Programm auf dem iPhone ist in Sekunden gefunden und gestartet u. wartet auf Eingaben. Irgendwie starten auf meinem Laptop alle Programme deutlich langsamer bzw. erst nachdem Windows selber, Virenscanner, Malwarescanner, Java, Flash und diverse andere Dinge aktualisiert wurden… Und all diese Dinge werde ich auch am iPad lieben.

HP hat übrigens mit der Übernahme von Palm und somit von PalmOS einen wichtigen Schritt Richtung Konkurrenzfähigkeit gegenüber Apple getätigt. Microsoft Windows, Version ‘welche auch immer’, ist definitiv ungeeignet für kleine smarte Gadgets wie Tablet PCs und Smartphones. Und Leute, die auf solchen Geräten ihr MS Monster Office wie auf dem PC verwenden möchten, ja denen ist eh nicht mehr zu helfen.

Was hoffe ich sonst noch am iPad zu lieben? Der Bildschirm wird die ideale Größe haben. Für den längeren Gebrauch ist der des iPhones nämlich zu klein und da kann man von Glück sprechen, das dessen Akku nur ca. 3-4 Stunden durchhält. Der Akku des iPads hat dagegen eine traumhafte Laufzeit von ca. 10 Stunden, die somit auch für längere Surfsitzungen am Wochenende genügen dürfte. Überhaupt betrachte ich den Medienkonsum des geschriebenen Wortes als Haupteinsatzgebiet des iPads, in Buch-/Heft-/Zeitungsform aber vornehmlich als Website.

Welche Argumente gegen das iPad finde ich eher belanglos? Zuerst einmal alle, die sich gegen die Einschränkungen durch eine Zensur Apples richten. Hier weiß ich als hoffentlich gut informierter Käufer vorher worauf ich mich einlasse und wenn mir dies nicht paßt kaufe ich eben ein anderes Produkt – gut ist. Andererseits schützt Apple mich auch durch den Appstore vor Malware o. ähnlichem, was für ‘Nicht Experten’ sogar ein Vorteil ist. Durch den mitgelieferten Webbrowser Safari habe ich aber stets vollen Zugriff auf das ‘noch weitestgehend unzensierte’ Internet wie mit jedem anderen Computer auch. Gut, auf Flash muss ich zwar verzichten aber ich wage an dieser Stelle mal die Vorhersage, daß Flash auf dem sterbenden Ast ist und in 2 Jahren nur noch ein Nischendasein fristen wird  – sorry Adobe… Es wird sich kein Unternehmen leisten können die große Anzahl von Websurfern auf iPhone/iPad OS längerfristig auszusperren. Da eine doppelte Entwicklung für Flash und HTML-5 wohl längerfristig gesehen zu teuer wäre, wird sich hier der ‘wirkliche Standard’ HTML-5 wohl durchsetzen. Mehr zu den Möglichkeiten von HTML-5 ist im Apple-Showcase zu sehen.   Übrigens: die ewigen Flash updates aufgrund irgendwelcher Sicherheitslöcher werde zumindest ich nicht wirklich vermissen.

Aber das wichtigste Argument für das iPad habe ich mir natürlich zum Schluß aufgehoben: Das iPad bekommt meine Frau damit ich mal wieder an meinen Laptop komme um all die Dinge machen zu können, die man mit dem iPad nicht machen kann wie z.B RAW Fotoentwicklung…

P.S.: Soeben ist der Akku vom Laptop zum zweiten mal leer heute und beim Zeigen eines Bildschirminhaltes wäre das Teil beinahe runter gefallen – wegen umständlich drehen und so…

OpenStreetMap in WordPress verwenden

Angeregt durch den Wechsel der iPhone Anwendung Skobbler von NavTeq auf OpenStreetMap (OSM) Karten und die Tatsache, daß meine alte Heimat Süderlügum dort nur sehr dürftig kartografiert war, habe ich mich in letzter Zeit mit dem Thema OpenStreetMap eingehender befaßt.

Ziel war es, unter Verwendung des im iPhone eingebauten GPS Empfängers, zum Teil unterstützt vom TomTom Carkit und der Anwendung Trails GPS Tracks aufzuzeichnen, damit die Karte des Ortes in OpenStreetMap zu ergänzen und einen kleinen Beitrag meinerseits zum globalen Werk zu leisten.

Das ganze Projekt gestaltete sich recht unproblematisch. Ein Zugang bei OpenStreetMap, der das Hochladen der GPS Tracks  ermöglichte, war schnell erstellt. Dieser erlaubt ebenso das Bearbeiten der globalen Karte. Zum editieren der Karte selber habe ich die freie Software Josm verwendet. Diese unterstützt die Darstellung mehrerer Ebenen, z.B. eine für den GPS Track und eine weitere für die eigentliche Karte. Zusammen mit der sehr guten OSM Dokumentation fiel das Nachzeichnen der Tracks leicht.

Zur Darstellung der OSM Karte kann das WordPress OSM Plugin verwendet werden. Hierfür sei insbesondere auf die Anleitung im OSM Wiki verwiesen.

Da sich GPS Tracks nicht ohne weiteres in WordPress hochladen lassen, muss mit einem MIME Type Plugin der Mime-Type (application/xml) zu den in WordPress erlaubten Typen hinzugefügt werden. Dann klappt es auch mit dem Hochladen von *.gpx Dateien.

Hier unten nun das fertige Beispiel mit GPS Track und eingebetteten Bildern. Ein Klick auf die blauen Markierungen zeigt ein Bild mit Überschrift an der jeweiligen Position, ein weiterer Klick auf diese läßt das Bild wieder verschwinden.

Leider ist hier im Blog die Karte gekachelt dargestellt mit entsprechender Verschiebung des GPS Tracks. Vielleicht hat einer von euch einen Rat, wie dies behoben werden kann. UPDATE: Wie unschwer unten zu sehen hat sich dies Problem mit OSM Version 0.9.2 erledigt.