DSL Providerwechsel Alice/O2 zu 1und1

Vorspiel

Ausgangslage ist ein alter Alice Fun Max Tarif mit 16MBit ADSL2+, echtem ISDN sowie 4 SIM Mobilfunk Karten. Es besteht der Wunsch nach der neuen FritzBox 7490 mit WLAN ac und VDSL, das bei O2 für den alten Alice Tarif nicht angeboten wird. Außerdem verordnet O2 Zwangshardware, indem die VDSL Zugangsdaten nicht mitgeteilt werden und somit zusätzlich das O2 Modem zur FB Strom verbraucht.

Gründe für 1und1:

  • Bietet die neue FB 7490 unter Zuzahlung von 50€ für Neukunden an (Amazon Preis am 7-Sept 290€)
  • Keine Drosselung wie z.B. Telekom
  • Bietet ISDN – wenn auch via NGN an
  • 24 Monate VDSL für günstige 30€, danach 40€
  • Günstiges Mobilfunk Bundle mit 4 SIM Karten für die Familie mit 100MB Internet Datenvolumen
  • 25€ Gutschrift für jede portierte Mobilnummer

Macht in Summe gefühlte 555€ gespart – da muss man erstmal wiederstehen können… Während der Recherche habe ich die Chatfunktion auf der 1&1 Seite verwendet. Diese wurde nach der 2. Frage sofort mit der Bitte um eine persönliches Telefongespräch auf ein solches umgestellt – recht schlau gemacht, konnte eine Reihe von Fragen so schnell geklärt werden. Besonders wichtig war dabei die Info, dass die neue FB 7490 schon angeboten wird sowie das eine Portierung der ISDN Rufnummern zuerst eine Umstellung auf ADSL2+ bei 1&1 erfordert. Diese Tarif könne danach kostenfrei auf ADSL umgestellt werden.

… und Aktion

Somit habe ich mich am 7-Sep zur Bestellung via Webformular der Doppel-Flat 16000 ADSL2+ hinreißen lassen. Das verlief einfach und schnell, die üblichen Fallen mit Abos für Sicherheit mussten natürlich gelöscht werden und dann noch das Fax mit dem Portierungsauftrag für die Festnetznummern hinterher. Abschließend dann eine Mail mit der Bitte um Umstellung auf VDSL nach Abschluss der Portierung sowie Zusicherung der aktuellen VDSL 30€ Kondition für 24 Monate.

Nun warte ich noch auf eine Nachricht bezüglich der Portierung der Mobilfunk Nummern. Zuerst kam aber mal eine Umfrage zur Zufriedenheit mit dem Bestellvorgang an. Die werde ich aber erst beantworten, wenn die VDSL Bestätigung sowie die Mobilportierung in trockenen Tüchern sind. Fazit des Wochenendes: Soweit erstmal alles ok.

D-Day minus ?

Töchterchen ist sauer, hat soeben realisiert, dass Handy-Gespräche zu ihren besten Freundinnen zukünftig etwas kosten… – sollen die doch auch zu 1&1 wechseln! Und das wird von 1und1 sogar aktiv unterstützt: Habe gerade ein Angebot bekommen, zukünftig als Profiseller für sie zu arbeiten – die kennen mich nun schon besser als ich mich selber.

Die Hotline hat auf meine Anfrage zur VDSL Umstellung geantwortet, dass dies zur Zeit ja noch gar nicht ginge, so ganz ohne DSL Anschluss – Hmm, da muss ich noch mal genauer drüber nachdenken, um das zu verstehen. Aber egal, ich versuche es jetzt mit dem Begriff der 'kaufmännischen Ebene', mal sehen, ob das die Techis jetzt korrekt weiterleiten.

Zusätzlich gabs noch weitere Mails:

  • Bestätigung, dass Fax mit Auftrag zur Festnetz Nummerportierung eingetroffen ist – sehr schön!
  • SIM 1 ist in der Post
  • SIM 2 ist auch unterwegs
  • SIM 3 – da warn die Dinger wohl gerade alle…

Another Day in Paradise

Nicht viel los heute – bis zum frühen Abend. Dann trudeln erneut, wie schon gestern, diverse Mails von 1&1 ein. Werden diese dort auf Termin gesendet oder werden Abends Horden von Studenten, Zweitjobbern und Hausfrauen aktiv?

SIM 3 hat heute ebenfalls den Weg in die Post gefunden – sehr schön. Die Zusicherung der VDSL Konditionen hat der Support erneut in den falschen Hals bekommen: Statt diese mir für die Umstellung von DSL auf VDSL heute schon zuzusichern wurden diese mir in Gänze nochmal aufgezählt und erläutert. Zwei Schritt vor und einen zurück – allemal besser als umgekehrt…

Klassische Briefpost hat micht heute auch erreicht, nämlich der Zugang zum Kundencenter, bei 1&1 Control Center getauft. Auf den ersten Blick recht übersichtlich und umfangreich. Der erste Weg führte mich dort zum Opt-Out von diversen Nachrichten, Newslettern und Umfragen. Gut dass dies dort möglich ist, schlecht hingegen, dass dort alles standardmäßig aktiviert ist.

Post-Tag

Die SIM Karten sind da! Drei dicke Umschläge an einem Tag, Normal- und Micro-SIM in einem, Nano-SIM muss extra geordert werden. Dazu gibts ein umfangreiches blaues Anleitungsheft für das Control-Center (CC) und das übliche Kleingedruckte, was zumindest ich rein optisch ohne Lupe nicht mehr lesen kann (muss bei Gelegenheit mal die kleinste zulässige Schriftgröße ergoogeln).

Die Übertragung der Mobilnummern kann im CC beantragt werden. Leider muss hierzu eine Bestätigung der Kündigung des Altvertrages angegeben werden, die ich noch nicht habe. Habe daher bei O2 die Mobilnummern zum Alice DSL Vertrag im Internet kündigen wollen (nur die!!) und musste feststellen, dass hierzu ein Anruf bei der O2 Hotline erforderlich ist. Aber eigentlich sollte bei einem Sofortumzug der Mobilnummer gar keine Kündigung des Altvertrages erforderlich sein. Und der Umzug der Mobilnummer kostet bei O2 genau die 25€, welche 1&1 gutschreibt – wie gewonnen so zerronnen. Aber da 1&1 keine mobilen Wunschnummern anbietet lohnt sich die Mitnahme unsere Alice Wunschnummern allemal.

Übrigens: Seit zwei Tagen keine 1&1 Email mehr bekommen – geht doch!

Wechselspiel

Denkste mit 25€ ist es getan? – Nö, satte 30€ will O2 für die Portierung einer Mobilnummer bekommen – natürlich der Maximalbetrag, den die Bundesnetzagentur erlaubt. Bei einer sofortigen Portierung kommen nochmals 10€ dazu, schließlich will die alte SIM wieder mit einer alternativen Nummer versorgt werden – so ganz nummernlos kann sie halt nicht… So zerrinnt der vermeintliche Gewinn an dieser Position nicht nur sondern wird zu einen veritablem Verlust.

Um es positiv zu sehen: Die Wartezeit an der O2 Hotline betrug weniger als eine Minute und die Dame war nett, geduldig und hat alle Fragen beantworten können. Wenn nun die Portierung problemlos klappen sollte kann man sogar behaupten, dass die teure Dienstleistung ihren Preis wert war.

Terminsache

Sofortportierung für 40€ wurde bestellt, Freigabe telefonisch bei O2 und bei 1&1 im Control Center am selben Tag beantragt. Heute kam von 1&1 per SMS sowie Email die Nachricht, dass der Port in einer Woche stattfinden soll. Das wären dann von Antragstellung bis Durchführung genau 10 Tage. Sofort ist also ein durchaus dehnbarer Begriff.

Auch die Umstellung des DSL Anschlusses wurde heute terminiert und entspricht, oh Wunder, der Kündigungsfrist bei O2. Die Hardware will 1&1 kurz vorher zusenden und über den Versand dann informieren. Da werde ich jetz also über einen Monat Zeit haben, mich auf die FritzBox 7490 zu freuen.

Und auf Grund der 30 Tage Frist kann ich mir nun den Portierungsantrag für die anderen Nummern auf Termin Anfang Oktober legen.

Servicecheck

Es gibt einfach Dinge, die macht man besser im Gespräch per Telefon als via Email – und dazu gehört die kaufmännische Zusicherung der VDSL Kondition zum Vertragsstart ganz gewiss. Die 1&1 Hotline erforderte so gut wie keine Wartezeit und ich wurde zügig in die Vertragsabteilung weiter geleitet. Dort führte ich ein sehr nettes Gespräch und die Konditionen wurden meinem Kundendaten im Verwaltungssystem zugeordnet. Damit ist alles für den späteren Wechsel zu VDSL vorbereitet. Schneller und freundlicher habe ich noch keine Hotline erlebt – prima!

Der SIM Kartentausch auf Nano-SIM kostet 16€ – da kommt eine Stanze wohl langfristig günstiger.

Port Heaven

Laut Kalender-Erinnerung sollte heute Nacht die Sofortportierung ausgeführt worden sein. Folglich habe ich die SIM in ein altes iPhone 3GS gelegt, die PIN eingegeben und: Minutenlange Sanduhr ala Apple und Nichts – dauerhaftes 'aktiviere SIM'… Da mir dies aber nicht geheuer und logisch erschien habe ich lieber einen weiteren Quercheck mit einem noch älteren Sony, echtes Handy und kein neumodischer Smartphone Kram, gemacht. Hier lief die SIM sofort rund – und danach auch im iPhone. Verstehen muss ich das wohl nicht!?

Die erste Nummerportierung lief somit ganz geschmeidig durch. Und die Nano-SIM Stanze ist bei Amazon bestellt.

Verstanzt noch mal!

Für 5€ inclusive Versand aus UK kommt die Stanze – geradezu erschreckend günstig. Jedenfalls zu günstig, um den Mitarbeitern den Unterschied zwischen Nano und Micro SIM erläutern zu können. So kam es wie es kommen musste: Nach 1,5 Wochen Lieferzeit kam eine Mirco-SIM Stanze mit Adaptern von Nano-SIMs auf alle anderen Formate – was für ein wunderbarer Vopa. Auf der Rechnung stand natürlich korrekt und wie bestellt: Nano-SIM Stanze. Da lohnt sich nicht mal die Rücksendung…

Überraschender Weise fiel beim Kurztrip nach Dresden ein neues iPhone 5s aus dem dortigen Apple Store und verlangte umgehend(!!) nach einer Nano-SIM. Also habe ich kurzerhand den Entschluss gefasst, bei 1&1 den SIM-Kartentausch für 16€ durchzuführen. Freitag bestellt, Dienstag lag die neue Karte im Postkasten. Eingelegt in das Smartphone, im Service-Center aktiviert und 5 Minuten später telefoniert und mobil gesurft – voila – so muss es sein!

Safety Car

Kontrolle ist besser bzw. vorsichtig ist die Mutter der Porzellankiste. Bei 1&1 steht zum Thema Mobilnummernportierung, dass ein Antrag beim alten Provider ggfs. nur 30 Tage Gültigkeit besitzt. Somit habe ich durch einen Anruf bei der O2 Hotline die Bestätigung geben lassen, das der Portierungsauftrag am Tag der Umstellung noch gültig ist.

Danach habe ich dann bei 1&1 die Portierung der restlichen Mobilnummern im Controlcenter beantragt. Es dauerte nur zwei Tage, bis mir 1&1 den Portierungstermin, der 3 Tage nach Vertragsbeginn liegt, bestätigt hat.

Neue Schaltzentrale

Ungefähr zwei Wochen vor dem Umstellungstermin traf das Paket mit dem DSL-Router, der nagelneuen FritzBox 7490 (im 1&1 Milieu auch Homeserver 50k+ genannt), bei mir ein. Es liegt eine umfangreiche Doku zur Inbetriebnahme bei, die ich aber erstmal nicht benötige. Vielmehr spiele ich das aktuelle FritzOS auf und übertrage via Export / Import alle relevanten Daten von der auszumusternden FritzBox 7270v1. Das klappt problemlos und spart doch sehr viel Konfigurationsaufwand – schon klasse, was AVM hier abliefert. Nach der Konfigurationsmigration konnte der Austausch der Fritzboxen stattfinden. Erwartungsgemäß verlief dieser problemlos, der DSL Sync ergab eine identische Leitungsqualität und Verbindungsgeschwindigkeit. Die größte Hürde bestand überraschender Weise darin, das ich vergessen hatte, wie die Festnetz Handaparate per DECT an die Box angeschlossen werden (DECT Knopf an der Box gedrückt halten und Verbindungsoption am Handaparat wählen). Aber wozu gibt es eine Suchmaschine?

Somit läuft die neue Box nun ca. zwei Wochen im Probebetrieb und gibt mir die Möglichkeit, bei bekannter DSL Leitung eventuelle Probleme mit Hard- Software der FritzBox 7490 zu identifizieren.

D-Day

Donnerstag war es endlich soweit: Der Tag der Tage der großen Umschaltung. Und was soll ich sagen? – nix wars, absoluto nix Problem, null Komma null! Morgens war die Leitung erwartungsgemäß tot, ISDN ebenso tot. Noch schnell die 1&1 Einwahldaten mit Kennwort in die FritzBox geklöppelt und brav zur Arbeit gefahren. Probeanruf zum Mittag nach Hause: “Zur Zeit ist niemand zu erreichen…”. Weiterer Probeanruf um 16h, jawoll ein Freizeichen und kurz darauf ein fröhliches “Hallo Schatz!”. Telefon läuft also wieder und da dies nun via NGN funktioniert die DSL Leitung folglich ebenfalls. Die Leitungswerte sind ebenso deutlich besser: knapp 18 Mbit Downstream sowie 1,1 Mbit Upstream. Sämtliche 10 Telefonnummern sind in der FritzBox auf VoIP umkonfiguriert worden und funktionieren. Der ISDN NTBA ist tot und kann mit dem Splitter wohl entsorgt werden. Hier muss ich mich aber noch einmal detailliert schlau machen.

Da heute der alte O2 Vertrag ausgelaufen ist, mussten auch die 1&1 SIM Karten in die Mobiltelefone eingelegt werden. Diese funktionierten sofort einwandfrei und werden jetzt bis zur Portierung der alten Nummern 3 Tage mit der 1&1 Nummer betrieben.

Aufschlag zur zweiten Halbzeit

Nachdem die DSL 16er Leitung nun zwei Tage einwandfrei lief habe ich heute den Anruf zur Umstellung auf VDSL gewagt. Wie verabredet und gehofft gab es hier keine Probleme. Die für mich kostenlose Umstellung auf VDSL 50 soll ca. 2 bis 4 Wochen dauern. Mit der Schaltung beginnt die zweijährige Vertragsbindung zu knapp 30€. Bleibt zu hoffen, das hier ebenso alles glatt läuft wie bei der DSL 16 Schaltung.

Drosselkom ahoi

Im avisierten Zeitraum wurde dann tatsächlich die Umstellung auf VDSL anberaumt. Morgens um halb neun hat der Router für kurze Zeit die Verbindung verloren um diese sodann mit VDSL Power wieder herzustellen. Leider habe ich jedoch nur eine VDSL25 Verbindung von der Drosselkom geschaltet bekommen, obwohl die FB eine mögliche Kapazität von ca. 49Mbit anzeigt. Man hat mich also an die 700m entfernte Hauptvermittlung anstatt an den 100m entfernten DSLAM angebunden – WTF! Eine Nachfrage beim 1&1 Kundendienst ergab, dass leider keine VDSL50 Leitung verfügbar ist und die Drosselkom nur VDSL0 (kein VDSL für den Kunden), VDSL25 oder VDSL50 schaltet. 1&1 will aber zukünftig regelmäßig selber prüfen, ob mir die schnellere VDSL 50 Leitung geschaltet werden kann – wer's glaubt… Ich könne aber in 3 Monater selber aktiv nachfragen und eine Störung zwecks Beschleunigung der Leitung melden – gut, dass werde ich dann mal versuchen. Das Internet hat aber leider keine erfolgreichen Fälle dieser Vorgehensweise dokumentiert.

Die VDSL25 Leitung läuft nun seit mehreren Wochen stabil. Vor allem die fünffache Upload Geschwindigkeit ist beim Sync mit ownCloud und beim Transfer von Fotos ein veritabler Pluspunkt.

O2 Sonderumlage

Nur gut, dass ein genauer Blick auf die O2 Abschlussrechnung nicht geschadet hat: Fand sich dort doch glatt die Internetgebühr für die vorzeitig umgezogene SIM. Diese SIM hatte ja eine neue Nummer für ihre Restlaufzeit, natürlich gegen O2 Extragebühr, bekommen. Nun hat das Verwaltungssystem glatt vergessen, diese Karte 'mit der unbekannten Nummer' am Vertragsende zu entfernen und somit den Internettarif weiterhin berechnet. Ein Anruf bei der erneut freundlichen O2 Hotline konnte den Sachverhalt zügig aufklären und mit der Kartenlöschung im System sowie einer Gutschrift im kommenden Monat sollte die Sache aus der Welt sein.

iPhone 5 – Quintessenz

So, das iPhone 5 ist vorgestellt und hat sehr unterschiedliche Reaktionen bei Presse und Publikum hervorgerufen. Trotz zahlreicher negativer Stellungnahmen wird es dennoch ein großartiger Erfolg werden und die Vorbestellungen der ersten Stunde belegen dies. Apple eine souveräne Evolution des iPhone hingelegt, die bestehende Fangirls und -Boys nicht davon abhalten wird weiterhin auf dem rollenden Zug zu verbleiben. Die Gesamtheit des Apple Ökosystems aus Mac, iPod, iPad, ATV und den App/Musik/Film/Book-Stores generiert zudem viele neue Quereinsteiger und Aufrüster.

An dieser Stelle eine persönliche Quintessenz, wie die evolutionären Neuerungen auf meine unWunschliste passen:

Bildschirmgröße
Die Bildschirmgröße hat sich ‘nur’ auf 4 Zoll Bildschirmdiagonale vergrößert. Das Gerät passt weiterhin vernünftig in die Hosentasche und lässt sich mit einer Hand bzw. einem Daumen bedienen.
Bilanz: PLUSpunkt

Batterie
Keine nennenswerte Änderung der Batterielaufzeit. Positiv, dass trotz mehr/größeren Verbrauchern Apple die Leistungsaufnahme des Gerätes gleich halten konnte, negativ, dass keine Laufzeitverlängerung erreicht wurde.
Bilanz: NEUTRALpunkt

Kamera
Die 4 und besonders die 4s Kameras sind ordentlich, die 5er Kamera wird noch einen Tick ordentlicher.
Bilanz: NEUTRALpunkt

Empfangsqualität
Wird sich zeigen, ich erwarte hier aber keine ausschlaggebende Veränderung zum 4s.
Bilanz: NEUTRALpunkt

Software
Ein Großteil der iOS 6 Neuerungen wird auch 4 und 4s Besitzern zuteil.
Bilanz: NEUTRALpunkt

NFC
ist auch beim 5er nicht im Angebot. Stattdessen setz Apple auf QR-Codes in der PassBook App. Schade und wer LTE trotz nicht vorhandener Netze für unverzichtbar hält sollte dann bei NFC erst recht keine Abstriche machen – oder?
Bilanz: NEGATIVpunkt

SIM Schrumpfkur
ist wohl, wie auch der folgende Dock-Connector der Kapazität des Akkus zugute gekommen, ohne jedoch in der Gesamtbilanz in eine Laufzeitverlängerung zu münden.
Bilanz: NEUTRALpunkt

Dock Connector / Schnittstelle
wurde leider geändert und alles, was ich bisher an Argumente dafür gelesen habe, kann mich nicht überzeugen, da es m.E. auch mit der alten Schittstelle funktioniert hätte.Und der tolle Apple-Adapter kostet sogar satte 30 Euronen.
Bilanz: NEGATIVpunkt

Kopfhörer
Hut ab Apple, drei Jahre Entwicklung für diesen neuen Kopfhörer, tausende Ohren für DIE universelle Passform gescannt, muss ja bombastisch passen und klingen das Teil. Ich bleibe dabei: Wer Wert auf gute Musik legt wählt ein eigenes Musik Kompressionsformat und eigene Kopfhörer.
Bilanz: NEUTRALpunkt

LTE
Musste wohl unbedingt, da schon kein NFC dabei ist, in das Ausstattungsportfolio. Der Tweet von @73Inches letzte Woche zum Thema sagt alles: ‘Für 54,90 € / Monat bekommt man bei der Telekom soviel LTE, dass man bei voller Banbreite nach 48 Sekunden auf 64 kbit/s gedrosselt wird.’ Dafür ist das Ganze bei O2 sowie Vodafone gar nicht erst zu haben. Bedarf es weiterer Anmerkungen zum Thema?
Bilanz: NEUTRALpunkt

Gesamtbilanz: Für iPhone 4 Besitzer gibt es wenige, für 4s Besitzer kaum Gründe für ein Upgrade. Alle anderen: Was wartet ihr noch? – Greift zu, je nach Finanzlage zu iPhone 4, 4s oder 5!!

iPhone 5 – unWunschliste

Ich hege die stille Hoffnung, dass Apple beim Feature Rennen sehr dosiert und wohl überlegt vorgeht. -am 12-September 2012 werden wir wohl mehr wissen. Vorab an dieser Stelle noch ein paar persönliche Anmerkungen zu den Themen der aktuellen iPhone-5 Gerüchteküche:

 

Bildschirmgröße

Diese sollte m.E. bei Smartphones Größen zwischen 4 und 4,5 Zoll Bildschirmdiagonale nicht überschreiten. Große Geräte passen nicht mehr vernünftig in die Hosentasche und gerade das Display ist DER Energieverbraucher.

Batterie

Im Gegensatz zum Display ist Länger ist hier mehr – viel mehr! Es ist leicht nachvollziehbar, weshalb wir hier seit Jahren auf der Stelle treten: Stichworte sind größer, schneller, mehr, mehr, mehr, mehr, mehr – Display, CPU/GPU, Pixel, RAM, Funk, Push. Hier ist dringend ein Umdenken erforderlich, ein modernes Phone sollte eine Woche ohne Steckdose im täglichen Normalbetrieb laufen.

Kamera

Ja, die Kamera soll ordentlich sein, jedes Foto mit verfälschten Farben und Rauschen ist ein Ärgernis und verlorenes Foto bzw. erfordert unnötig Arbeit mit der Bildbearbeitung. Aber der fortschreitende Megapixelwahn ist eindeutig kontraproduktiv, was die Bildqualität angeht. Wenn ich Profi Bilder erstellen will, kaufe ich mir eine SLR oder eine Videokamera. Das Nokia hier beim neuen Lumia zugunsten der Kamera schon Werbebetrug beging zeigt klar, dass dieser Zug in die falsche Richtung geht.

Empfangsqualität

Sehr wichtig, gerade bei schlechten Netzten. Wer einmal von der Telekom zu O2 gewechselt wurde, weiß wovon ich rede. Im Nachhinein ist Apples Entscheidung, die ersten iPhones an die Telekom zu binden, für mich absolut nachvollziehbar und jede andere Entscheidung hätte den Ruf des iPhones sehr wahrscheinlich massiv geschädigt, obwohl die Apple Technik daran weitestgehend unschuldig gewesen wäre. Da Kollegen, die im selben Büro wie ich sitzen, mit O2 weniger Empfangsprobleme haben, ist hier definitiv noch Potential für Verbesserung.

Software

iOS 6 wird einige Neuerungen bringen, auf die ich gerne verzichten kann. Diese sind, wie z.B. bei der Maps-App eher auf das Streben nach Unabhängigkeit zurückzuführen und binden Entwicklungskapazitäten, die in echte Innovationen sinnvoller investiert wären. Zumal Kernfunktionen zuerst sehr US-lastig sind und lange benötigen, um ihre volle Funktionalität weltweit voll zu entfalten (Maps, Verkehrsinfos, Navigation, Siri)

NFC

Hier sehe ich viel Platz für Innovation und ich sage der Technik eine große Zukunft voraus, sofern 'es' richtig gemacht wird: Nämlich im Interesse des Verbrauchers und nicht im Konzerninteresse bzw. rein gewinnorientiert. Ich persönlich möchte den Kaufbetrag auf dem Display lesen bzw. kontrollieren können und anschließend mit einen Tastendruck 'absegnen' dürfen. Dies verhindert zugleich zuverlässig unkontrollierte Abbuchungen, deretwegen NFC schon in Verruch gekommen ist.

Diese Technologie kann (und wird hoffentlich) auch das klassische 'Plastik', wie die Kreditkarte bei Insidern genannt wird, ablösen. Obendrein wird viel Plastik-Müll vermieden: Kreditkarten, EC-Karten, Kundenkarten, … NFC muss mit einer guten und vor allem zentralen Bezahl-App und einer Wallet/Passbook-App kombiniert werden, die OFFEN für Dienstleistungen aller Art und ALLER Dienstleister sind. Hier kann und sollte Apple wie bei der Musik Pionierarbeit leisten.

SIM Schrumpfkur

Nett, wenn es denn der Kapazität des Akkus zugute käme. Ansonsten absolut überflüssig bzw. rein politischer Natur.

Dock Connector / Schnittstelle

Wozu? Und zudem überflüssig bei immer weiter zunehmender Gerätegröße aufgrund der immer weiter zunehmenden Displaygröße. Ich hatte noch keinen einzigen Anwendungsfall, wo ich mir eine andere Dockschnittstelle gewünscht hätte. Somit wohl leider auch eher politischer Natur und fatal für Verbraucher und Zubehörindustrie – da hilft auch kein noch so toller Apple-Adapter (für 10-20 Euronen).

Kopfhörer

Total egal, wer Wert auf gute Musik legt wählt eh ein eigenes Musik Kompressionsformat und eigene Kopfhörer.

LTE

Absolut unwichtig im Jahre 2012/13 – bitte um 2 Jahre verschieben! Kostet nur unnötig Energie und eine Netzabdeckung ist eh nicht vorhanden. O2 ist z.B. hier in Hamburg mehr als ausgelastet, in Gebäuden wenigstens 3G und Edge Empfang sicher zu stellen.

 

Phantombenutzung auf dem iPhone

Ganz unten auf der Seite Einstellungen / Allgemein / Benutzung zeigt das iPhone die Werte für die Zeiten seit der letzten vollständigen Ladung an:

  1. Zeit in Benutzung
  2. Zeit im Standby

Es entspricht dem Benutzerverständnis, dass die ‘Zeit in Benutzung’ nur dann läuft, wenn am Gerät aktiv etwas gemacht wird, also z.B. gesurft oder telefoniert. Diese Annahme ist bei modernen Smartphones aber mitnichten korrekt. Vielmehr laufen im Hintergrund viele Prozesse automatisiert ab, die ebenfalls zur Benutzung zählen. Es ist in meinen Augen aber ein Versäumnis von Apple, das nicht eindeutig definiert ist oder nicht kommuniziert wird, ab wann etwas als Benutzung zählt. Ist dies z.B. ab 20% CPU Auslastung der Fall? Am besten wir nähern uns dem Thema weiter, indem wir eine Aufzählung aller Tätigkeiten versuchen, die ein Smartphone im Standby durchführt, hier versuchsweise in der Reihenfolge von hohem zu niedrigem Energieverbrauch:

  1. Erhalt der Mobilfunkverbindung
  2. Erhalt der WLAN Verbindung
  3. Erhalt der Bluetooth Verbindung
  4. Ermittlung von GPS Standortinformationen und deren Weiterverarbeitung (Geo-Fencing, Gerät suchen Funktion, Freunde App)
  5. Abruf von Email, Notizen, Lesezeichen, Dokumenten, Kontakten
  6. Abruf von Kalenderinformationen
  7. Abruf von Erinnerungen & Aufgaben
  8. Abruf von allen(!!) Infos für die Mitteilungszentrale. Wie ich heute in der CT gelesen habe, sind dies z.B. Energieaufwände bei Aktien & Wetter Widget für die Übertragung von 40MB Daten pro Monat.
  9. Fotostream, Upload mit dem Gerät selbst erstellter Bilder aber auch Download von Bildern, die von anderen Geräten hochgeladen wurden.

Was meiner Meinung nach ins Reich der Sagen gehört:

  1. Mit dem Homebutton geschlossene Programme. Diese laufen maximal noch 10 Minuten weiter und werden dann vom iOS gestoppt.
  2. iCloud Backup. Findet nur statt, wenn das Gerät am Stromnetz hängt.
  3. iTunes Backup. Ebenfalls nur bei vorhandener Stromverbindung
Um Fakten sprechen zu lassen, habe ich einen typischen Arbeitstag von mir mitgeschnitten:

Die wichtigsten Erkenntnisse hieraus auf den Punkt gebracht:

  1. Facetime kosten viel Akku, da 3G&WLAN, Bild und Ton zugleich (3)
  2. Der 3G/WLAN Nachtverbrauch ist <1% pro Stunde (7)
  3.  Schlechter 3G Empfang kostet sehr viel Strom (9), der durch einen Wechsel auf GSM (10) vermieden werden kann.
  4. Bewegung via ÖPNV (Bus/U-Bahn) mit GSM und Musik hören verbraucht wenig Akku (11)
  5. Bewegung via ÖPNV (Bus/U-Bahn) mit 3G  bei geringer (8) und intensiver (12) fortlaufender Datennutzung via Twitter verbraucht viel Strom (12)
Mein Fazit:
  1. 3G und erst recht schlechter 3G Empfang ist richtig ‘teuer’ (wie soll das erst bei LTE werden?)
  2. Bewegung kostet Energie
Insofern also entspricht alles meinen Erwartungen und ist auch keine wirkliche Neuigkeit. Die o.a. Werte sollten euch zu einer guten Orientierung dienen. Sie weichen bei euch natürlich durch andere lokale Bedingungen, eure individuelle Nutzung und die von euch genutzten Apps bzw. Dienste ab.
Sollten eure Standbyzeiten bei ähnlichen Bedingungen signifikant von den o.a. Werten abweichen, so habt ihr m.E das Phänomen der Phantomnutzung bzw. Phantombenutzung bei euch. Ich selber war bisher zwei mal von der Phantombenutzung betroffen:
  1. Im Urlaub als keine Datenverbindung erlaubt war, ich einen Adressbucheintrag geändert hatte und dieser Eintrag von einem fehlerhaften Systemdienst wiederholt mit Exchange synchronisiert wurde, natürlich ohne Erfolg. (Lösung: per WLAN ins iNet)
  2. Fehlerhafte Dienste in der Mitteilungszentrale, die wohl auch Verbindungsprobleme zu ihren Servern hatten.  (Lösung: Dienste aus der Zentrale entfernt)

 

iPhone Akku schnell leer und Zeit Benutzung identisch mit Standby

Plötzlich verbraucht das iPhone außergewöhnlich viel Akku, in einer Stunde ca. 10%? In den Einstellungen ist die Zeit der Benutzung identisch mit der im Standby verbrachten Zeit?

Bei mir war folgendes die Ursache: Das iPhone war datentechnisch offline: mobil (Datenverbindung o. Roaming aus) und WLAN ebenfalls aus, z.B. typisch für eine Urlaubssituation im Ausland. Es wurde ein Eintrag im Adressbuch geändert. Das Gerät versuchte fortan den Eintrag auf den in diesem Fall Exchange Server zu synchronisieren. Selbst nach einem Reset wurde der Synchronisationsversuch fortgesetzt. Ich vermute, dass dieses Verhalten auf einen Fehler im iOS (hier 4.3.2) zurückzuführen ist und z.B. auch dann auftritt, wenn ein Termin zu einem Google Kalender der zumeist ebenso via Exchange angebunden ist, hochgeladen werden muss.

Die einzig mögliche Lösung des Problems war bzw. scheint mir zu sein, die erforderliche Datenverbindung für eine Synchronisation zu ermöglichen.

UPDATE iOS5: Auch unter dem neuen iOS scheint es bei zahlreiche Personen zu einem drastischen Einbruch bei der Batterielaufzeit zu kommen. Ich scheine ebenfalls temporär davon betroffen zu sein und auch hier ist die Zeit der Benutzung mit der Standbyzeit nahezu identisch bzw. weicht nur um wenige Minuten ab. Die Abweichung nimmt im Laufe weiterer Stunden um wenige Minuten zu. Aus- und wieder Einschalten hat das Problem behoben.